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West Side Story (2001)

Was für ein Stück sollen wir als nächstes proben?
So oder so ähnlich lautete wohl die alles entscheidende Frage zu Beginn der Probensaison im Mai 2000. Nach längerem Zögern entschieden wir uns für Leonard Bernsteins "West Side Story".
Der erste Schritt war getan. Bevor wir mit dem Proben beginnen konnten galt es allerdings zuerst eine Menge von Vorbereitungen zu treffen. Ein Textbuch musste, ebenso wie die Notensätze, erstellt und vervielfältigt werden. Zwei Tapfere, die die Dialoge aus dem Filmoriginal herausschrieben, waren in Jördis Hof und Miriam Weigel bald gefunden.
Schnell merkten wir, dass die schauspielerische Vorbereitung mit der anfänglich so komplizierten Rollenvergabe längst nicht getan war. Wir brauchten schließlich noch einen "eigenen" Chef. Nadine Lippke und Sandra Löher waren bereit sich der Aufgabe zu stellen, unter gleichaltrigen Regie zu führen.

Von Anfang an war klar, dass wir ein so großes Projekt wie die "West Side Story" nicht allein bewältigen konnten. Der Kunstkurs der Jgst.12 von Frau Mobis-Fest erklärte sich dazu bereit uns mit der Gestaltung des aufwendigen Bühnenbildes zu helfen, Unterstützung für die vielen Tänze bekamen wir von Agnes Klais Nicole Wimper, Katharina Schewe, Kathrin Breitebach. Auch bei der "West Side Story" halfen uns von den Altschülern wieder Il-Woo Mun und Johannes Klais mit der Durchführung unseres Projektes.

Dank der großzügigen Unterstützung des Fördervereins war es uns möglich direkt im Anschluss an die Sommerferien 2000 in die Musikakademie nach Remscheid zu fahren. Dort konnte es nun endlich richtig losgehen. Getrennt setzten sich Musiker, Tänzer und Schauspieler, in teilweise bis spät in die Nacht dauernden Proben, mit unserem bisher schwierigsten Stück auseinander. Von den zahlreichen blauen Flecken und Prellungen
- Bühnenkampf will gelernt sein - ließen wir uns ebenso wenig, wie von Heiserkeit und Müdigkeit entmutigen. Sehr erschöpft aber zufrieden fuhren wir nach Dortmund zurück.

In zahllosen Donnerstagsproben wurde das in Remscheid gewonnene Grundgerüst ausgebaut und verfeinert. So entstand nach und nach, auch für die größten Zweifler unter uns erkennbar, die "West Side Story".

Im Januar 2001 brachen wir erneut, dank der Unterstützung des Fördervereins, zu einer mehrtägigen Probenfahrt - diesmal nach Heek - auf. Wieder wurde oft bis spät in die Nacht geprobt. Am Ende dieser Fahrt stand der von allen mit Spannung erwartete erste gemeinsame, noch stark improvisierte Durchlauf.

Zurück in Dortmund konnten wir das tolle Bühnenbild bestaunen. Es stand fertig aufgebaut im Forum, bereit in der anstehenden ersten Wochenendprobe eingeweiht zu werden.
Was nun folgte konnte am ehesten als Showdown bezeichnet werden. Fast täglich wurde geprobt, um letzte kleine Fehler auszumerzen. Freistunden wurden mit dem Beschaffen der letzten noch fehlenden Requisiten und Kostüme aus dem Fundus des Dortmunder Opernhauses verbracht. Die tollen Flamenco Kleider lieh uns Maite Perez.


Zu unserer offiziellen Generalprobe am 13. Februar 2001 kam sogar ein Sendewagen des WDR, um Teile unserer Proben als Veranstaltungstipp zu übertragen. Während der gesamten Lokalzeit wurde immer wieder live in unsere Schule geschaltet. Es war für uns alle eine sehr spannende Probe, immerhin wurde alles was wir taten im ganzen Ruhrgebiet übertragen. Am Ende der Probe stellten wir uns nun schon "medienerfahren" den Reportern und Fotografen der Lokalzeitungen.

Am - mit viel Spannung erwarteten - 14. Februar 2001 trafen wir uns nach der Mittagspause zur definitiv letzten Probe. Danach mussten wir "nur noch" eine große Gruppe Mädchen in Jungs verwandeln. Eine zugegebenermaßen nicht ganz einfache Aufgabe. Mit wachsendem Lampenfieber, beobachteten wir die Zuschauerströme.
Endlich war es so weit, die Premiere konnte im vollbesetzten Forum beginnen. Es wurde ein voller Erfolg. Die anfängliche Anspannung verflog noch schneller als die Zeit, so dass der donnernde Schlussapplaus beinahe überraschend kam.

Tatsächlich war die Nachfrage so groß, dass wir die "West Side Story" zusätzlich zu den geplanten Aufführungen, noch dreimal aufführten. Eine dieser Aufführungen war eine Benefiz - Veranstaltung zugunsten der Caritas - Gemeinschafts - Stiftung.
Zwischen all diesen Aufführungen und Proben machte noch ein Großteil der Musical-AG erfolgreich das Abitur.

Dies alles hätte ohne die Unterstützung eines Lehrers nie stattfinden können. Deswegen möchte ich mich im Namen aller Teilnehmenden noch einmal bei unserem Leiter
Herrn Dr. Korten bedanken. Es war eine sehr schöne Zeit und wir hoffen, dass es auch in Zukunft eine Musical-AG geben wird.

(Autor: Miriam Weigl,
Original-Text erschienen in den Perspektiven 2000/01 Mallinckrodt-Gymnasiums Dortmund, Hrsg: Erzbistum Paderborn, Ewald Oelgemöller)











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