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Die Musical-AG in Köln

Jeder weiß, was für ein aufregendes Gefühl es ist, zu verreisen. Mit einer gewissen Anspannung und einer Vielzahl an Erwartungen macht man sich auf Weg, um etwas zu erleben, Neues zu erfahren oder einfach nur, um eine Menge Spaß zu haben.
Fährt man mit einer Gruppe von Leuten weg, die untereinander bestens klarkommen, und hat an einem Abend die Gelegenheit auf einer Bühne zu stehen und das zu tun, was man am liebsten macht, dann kann es nur eine gute Reise werden. Und wenn man obendrein noch in einem reinem Mädchengymnasium untergebracht ist, dann kann es aus der Sicht eines Jungen nichts Schöneres geben...

Wir fuhren am Mittwoch, dem 3. März nach Köln, um in der Aula der katholischen Ursulinenschule unser Stück "Die Rückkehr der Zauberflöte" ein siebtes Mal aufzuführen und mit welcher Herzlichkeit wir dort empfangen wurden, war einfach nur beeindruckend. Fr. Haspel, die für die ganze Organisation zuständig war, und Hr.Wallraf , der Hausmeister, kümmerten sich wirklich fürsorglich um uns. Und das ist bei 70 Schülern nicht wirklich leicht. Nur aus der Turnhalle schmiss man uns nach mehr oder weniger kurzen Nächten erbarmungslos raus, denn Unterricht sollte wegen uns nicht ausfallen. Das bedeutete, dass es um spätestens 7 Uhr mit der Träumerei vorbei war.
Der ganze Aufbau wurde am Ankunftstag bewältigt, und zwar in Rekordzeit. Am Donnerstag stand ein kompletter Durchlauf und die Aufführung auf dem Programm.
Viel Zeit zum Durchatmen blieb da nicht. Außerdem war es nicht ganz einfach, sich auf die Gegebenheiten einzustellen, zumal die Aula viel kleiner als unser Forum war. Schnell wurde uns klar, welch großartige Möglichkeiten unserer Schule bietet. Das half uns allerdings nicht so wirklich weiter. Die Proben liefen auf Hochtouren.
Zwischenzeitlich sorgte der Besuch zweier Musikklassen, die sich von der Empore aus von unseren Leistungen überzeugten, für zusätzliche Motivation. Da irgendwie gar nichts so wirklich funktionierte und sich eine Panne an die nächste reihte, kamen wir zu der Erkenntnis, dass nach einer verpatzten Generalprobe nur eine erfolgreiche Aufführung folgen könne. Und so kam es auch. Allerdings ist Erfolg relativ. Uns unterliefen nämlich eine Menge Patzer. Eigentlich spricht man darüber nicht. Meistens fallen sie den Leuten gar nicht auf. Und sie waren wohl auch nicht so schlimm, wie sie uns erschienen, denn das Publikum war begeistert.
Und auch wir kamen voll auf unsere Kosten und können auf ein wirklich einzigartiges "Abenteuer" zurückblicken.



(Autor: Miguel Cifuentes )









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